G.hn: Altes Telefon-Erdkabel liefert Breitbandanschluss für die Kirche

Der Internetanschluss der Kirchengemeinde erfolgt im Gemeindebüro. Doch in der Kirche und im Gemeindehaus soll auch Internet verfügbar werden. Also musste eine Lösung gefunden werden. Es standen verschiedene Lösungen zur Diskussion:

  • Mobilfunkvertrag und entsprechender Router wird stationäer betrieben.
    Die Lösung wurde wegen der laufenden Kosten und evtl. Beschränkungen im Datenvolumen und der Unsicherheiten bei der Netzabdeckungen verworfen.
  • Über einen Provider wird ein Kabelanschluss ins Haus gelegt.
    Diese Lösung wurde wegen der hohen Einmalkosten und den laufenden Kosten für einen zweiten Internetanschluss zurückgestellt und später nicht weiterverfolgt.
  • Die WLAN-Verbindung zwischen Kirche und Gemeindehaus auf dern einen Seite und dem Gemeindebüro im Pfarrhaus scheiterte daran, dass die Bäume im Pfarrgarten und auf dem Kirchplatz das Signal hervorragend abschirmten.
  • Das Telefonkabel zwischen Gemeindehaus und Gemeindebüro wird dafür genutzt.
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Kabebelstrecke

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Kabelstrecke GH: 52.055225, 8.722013
Kabelstrecke GB: 52.055162, 8.723161

Die augenscheinlichste Möglichkeit: Es sind mit den 8*2 = 16 Adern genug Adern im Kabel für einen normalen Netzwerkanschluss vorhanden. Davon wurden bisher nur zwei Adern für das Festnetztelefon im Gemeindehaus genutzt.

Eine elektrische Verbindung kam zu Stande bei einem Testaufbau, aber eine Netzwerkverbindung kam nicht zustande. Dies hatte zwei Ursachen:

  • Die Kabelänge ist deutlich länger als die möglichen 100 Meter für eine mögliche LAN-Verbindung.
  • Die Art des Kabels ist ein übliches 16-adriges Telefonkabel und kein Netzwerkkabel.

Aber die Telefonanbieter liefern dich auch schnelles Internet über normale Telefonleitungen. Da musste es eine technische Möglichkeit geben. Aber würde eins solche Lösung bezahlbar sein? Ja sie ist es und es gibt sogar einen Standard dafür: G.hn

Mit einer G.HN Gigabit Ethernet Bridge ist es möglich das Netzwerk über die vorhandenen Telefonleitung zu erweitern. Es ist keine weitere Netzwerkverkabelung notwendig. Bei der genutzen Frequenz von (6-76MHz) ist die Koexistenz mit ADSL und VDSL NICHT gewährleistet.

Diese Lösung wurde also installiert und bringt über die insgesamt kanpp 200m Kabelstrecke das Gemeindehaus und Kirche an den Internetanschluss im Gemeindebüro. Dabei sind die Geräte wie folgt verbunden:

  • Router für den Internetzugang
  • Switch im Gemeindebüro
  • Gerät 1 der G.HN Gigabit Ethernet Bridge
  • Telefonkabel
  • Gerät 2 der G.HN Gigabit Ethernet Bridge
  • Switch im Gemeindehaus

Für Geräte und Kabel wurden in 2019 rund 200 Euro ausgegeben. Dazu kommt dann noch der Installationsaufwand.

Derzeit wird im Gemeindehaus über einen Freifunk-Router der Anschluss zur Verfügung gestellt. Geplant ist eine komplette Ausleuchtung von Kirche und Gemeindehaus mit WLAN. Dabei soll dann zum einem das offene Freifunknetz ausgebaut werden und für interne Zwecke ein internes Netz zur Verfügung gestellt werden.

ACHTUNG: Die g.hn 2-Drahtlösungen sind ausgelegt für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung . Es können darum keine mehreren G.hn Verbindungen in einem Mehrbündeladernkabel aufgebaut werden. Diese Pärchen würden sich gegeneinander stören. In der Elektronik wird dieses übersprechen genannt. Wenn also mehr Verbindungen benötigt werden, dann ist eine Vektoring-Lösung (V-DSL2) nötig. Diese ist dann etwas kostenintensiver als G.hn. Es ist dabei von Gerätekosten von ca. 350 Euro je Strecke auszugehen.

Kleine Zeit mit Gott

Zusammenstellung aller Folgen

Nach 16 Folgen ist eine erste Staffel der Videos „Kleine Zeit mit Gott“ in eine Pause gegangen. Hier nun ein Überblick über alle Folgen:

Kleine Zeit mit Gott (6) - Jesus und die Fischer
Kleine Zeit mit Gott (8) - Der Zöllner Levi
Kleine Zeit mit Gott - Die Bergpredigt
Kleine Zeit mit Gott (7) Der bamherzige Sameriter
Kleine Zeit mit Gott (14 ) – Vom Sorgen
Kleine Zeit mit Gott ( 13 ) – Die Stillung des Sturms
Kleine Zeit mit Gott - (16) Maria & Martha
Kleine Zeit mit Gott (5) - Der gute Hirte
Kleine Zeit mit Gott (15) - Verloren und wiedergefunden
Kleine Zeit mit Gott (9) - Vom Vergeben
Kleine Zeit mit Gott (1) - Auf den Esel fertig los - Palmsonntag
Kleine Zeit mit Gott (2) - Abendmahl - Verrat im Garten - Karfreitag
Kleine Zeit mit Gott (3) - Er ist auferstanden!
Kleine Zeit mit Gott (4) -Auf dem Weg in die Stadt Emmaus
Kleine Zeit mit Gott (10) - Himmelfahrt
Kleine Zeit mit Gott (12) - Pfingsten

Der Sonne entgegen – Das Spiel von Licht und Schatten

Es ist Sommer und ein Gottesdienst soll im Freien stattfinden. Ob an dem geplanten Tag dann das Wetter es ermöglicht, ist im Vorfeld oft schlecht einzuschätzen. Aber auch die Lichtverhältnisse sind mitentscheidend fürs Gelingen: Wer steht und sitzt in der prallen Sonne? Wo haben wir Schatten zur Gottesdienstzeit?

Wenn dann noch die zusätzliche Herausforderung eines Live-Streams oder einer Videoaufzeichnung hinzukommt, muss berücksichtigt werden, dass die Kameras Licht benötigen und Kontraste nicht zu hart sein sollen.

Hier hilft zum einen Ortskenntnis und Nachdenken, wann die Sonne wohin auf dem Wunschplatz steht. Damit lässt sich dann besser der Bedarf an nötigen Schattenspendern oder zusätzlichen Lichtquellen abschätzen.

Der Lauf der Sonne lässt sich berechnen. Licht, Schatten, Blendung von Akteuren und auch Gottesdienstbesuchern kann so im Vorfeld berücksichtigt werden. Rechner im Internet sind eine hilfreiche Unterstützung:

Eine einfache Form der Darstellung, weil nur die Richtung der Sonnenstrahlen grafisch angezeigt wird, findet sich unter http://www.solartopo.com/sonnenumlaufbahn.htm.

Die Höhe der Sonne über dem Horizont (Zenith) und Richtung, aus der die Sonne scheint (Azimuth), ist auch numerisch ablesbar. openstreetmap.org ist die Kartengrundlage.

Eine andere, deutlich umfangreichere Möglichkeit der Anzeige stellt https://www.sunearthtools.com/dp/tools/pos_sun.php?lang=de dar. Hier werden neben der Richtung der Sonnenstrahlen auch der Schattenverlauf für bestimmte Tage und Uhrzeiten angezeigt.

Kartengrundlage ist openstreetmap.org und für das Satellitenbild wird ESRI (https://www.esri.de) verwendet.

Bei https://www.sonnenverlauf.de/#/52.0552,8.7222,18/2020.06.01/11:00/1/3
kann über eine API (Web-Schnittstelle) die Berechnung in eine eigene Website eingebunden werden.

Kartengrundlage ist openstreetmap.org/ und für das Satelittenbild wird https://www.esri.de verwendet.

Internetanschluss im Grünen

Pfingsten oder auch Himmelfahrt sind beliebte Anlässe einen Gottesdienst nach draußen zu verlagern. Der Wetterbericht passt, ein schöner Flecken in der Gemeinde ist gefunden und oft auch schon bewährt.
Jetzt soll nun von dieser Stelle der Gottesdienst live ins Internet gestreamt werden und so kommen neben den „normalen“ logistischen Herausforderungen wie Sitzgelegenheiten und Witterungsschutz weitere hinzu:

  • Haben wir einen Stromanschluss für die nun deutlich aufwendigere Technik, oder wie versorgen wie die Geräte mit Strom? Das Notstromaggregat mit Verbrennungsmotor ist bei einer Live-Übertragung sicher keine gute Lösung.
  • Wie ist die Versorgung mit einem Internetanschluss? Gibt es eine Möglichkeit bei einem der Anwohner eine Festnetzverbindung zu nutzen? Oder muss das Mobilfunknetz genutzt werden? Reicht hier die Bandbreite?

Geprüft werden kann dies schon im Vorfeld mit einem Speedtest zum Beispiel der Bundesnetzagentur: https://breitbandmessung.de/

Hier wird auch eine Kartenansicht mit dem vorhandenen Netzausbau vorgestellt (https://breitbandmessung.de/kartenansicht-funkloch) aber darauf sollten wir uns besser nicht verlassen. Trotz 4G an einer geplanten Stelle hatten wir dann eine fast abhörsichere Stelle am Waldrand ohne Datennetz. Selbst das Absetzten einer Nachricht über einen Messager war/ist dort ein Glücksspiel.