Kirche

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Kirche und Gemeindehaus 52.054971, 8.721857

Eingang zur Kirche: Nordstraße 21
Weitere Parkmöglichkeiten mit Zufahrt von der Bohlenstraße 25

Vor dem Bau der Kirche, fanden die Gottesdienste in der alten Volksschule Wülfer und der Kindergottesdienst bei Familie Kordfunke in Wülfer statt.

Pastor Müller betrieb bald nach seinem Amtsantritt den Neubau der Kirche. Am 4. Dezember 1954 wurde an der Nordstraße (damals Kirchstraße) der Grundstein gelegt. Viel Zeit, Arbeitskraft und Geld opferten die Gemeindeglieder für diesen Bau; immer dabei war Pastor Müller. Das Richtfest konnte am 20. Mai 1955 gefeiert werden. In Anwesenheit von Landessuperintendent D. Wilhelm Neuser  wurde die Kirche am 16. Oktober 1955 eingeweiht.

Das Wandbild an der Ostseite der Kirche ist einmalig in Lippe. Es wurde nach einem Entwurf des Bad Salzufler Kunsterziehers Waldemar Kögler gestaltet. Aus dem Gleichnis Jesu „Der verlorene Sohn“ (Lukas 15) stellt es den bewegenden Moment dar, wie der Vater seinen Sohn wieder in die Arme schließt.

Am 20. November 1955 läuteten die drei Glocken zum ersten Mal. Sie tragen die Inschrift: „Seid fröhlich in Hoffnung“, „Geduldig in Trübsal“, „Haltet an am Gebet“ (Römer 12,12). Einen Tag später erhielt die Kirchengemeinde ihren jetzigen Namen.

Im Juli 1957 wurde die Turmuhr eingebaut, die bis heute pünktlich ihren Dienst tut. Diese Turmuhr ist eine der letzten mechanischen Uhren in lippischen Kirchen. Nur das Hochziehen der Gewichte erfolgt mit einem Elektromotor. Alles andere ist dann mechanisch.

Am 16. Oktober 1960 erklang die „Steinmann-Orgel“ zum ersten Mal. Etwa 30 Jahre später wurde sie zum ersten mal überholt und ein wenig in den Kirchenraum vorgezogen.

2012 erfolgte nach über zwei Jahren der Vorbereitung mit mehr als sechs Wochen der Arbeit durch die Firma Kampherm-Orgelbau die Renovierung der Orgel in der Kirche an der Nordstraße.

Im Rahmen des Herbstfestes „Gott sei Dank!“ im Oktober 2011, wurden einige, später ersetzte Pfeifen zugunsten der Renovierung versteigert. Und schon ging’s am nächsten Morgen los! Pünktlich um 10 Uhr begannen die Orgelbauer, die Orgel in ihre Einzelteile zu zerlegen.
War die Orgel vor zehn Jahren das letzte Mal überholt worden, so hatten sich im Lauf der Jahre viele kleine technische Probleme eingeschlichen, v. a. im Bereich der Tasten und der daran hängenden Mechanik, die die Luft zu den gewünschten Pfeifen dirigiert und Grundlage für die Spielbarkeit der Orgel ist.
Zudem mussten einige der größten Pfeifen stabilisiert und repariert werden, da die für metallene Orgelpfeifen gebräuchliche und relativ weiche Zinn-Blei-Legierung dem Druck des Pfeifengewichts seit der Erbauung der Orgel im Jahre 1960 langsam aber stetig nachgegeben hatte.

Der Kern der ganzen Renovierung war aber die Neu-Intonation der Orgel, d. h. die Pfeifen wurden an einigen Stellen überarbeitet, wodurch ein weicherer und runderer Klang entstand. Nun entspricht die Orgel den Hörerwartungen der heutigen Zeit – war sie doch auf die mittlerweile überholten Klangvorstellungen der 50er Jahre ausgelegt.

Zu diesem Zweck mussten alle Pfeifen herausgenommen, gereinigt, repariert und umintoniert werden. Bei dieser Gelegenheit wurde die gesamte Orgel geputzt, was man wegen den empfindlichen Pfeifen sonst nicht tun kann. Alle Jahre wieder ist dies unerlässlich, um Mechanik und Pfeifen funktionstüchtig zu erhalten.

Nach dem Abschluss der Arbeiten an der Mechanik, wurde die Orgel wieder zusammengesetzt und gestimmt. Letzte Arbeiten betrafen den sog. Spieltisch, von dem aus der Organist die „Maschine“ Orgel steuert; z. B. wurde die Beleuchtung überholt.

Zuletzt brachte die Mitarbeiter der Firma Kampherm noch eine neue, höhenverstellbare Orgelbank an, die speziellen Abmessungen unserer Orgel angepasst. Nun können endlich auch die auf ihr sitzenden OrganistInnen mit jeweils unterschiedlich langen Beinen fröhlich spielen, was bisher auf der alten Orgelbank manchmal nur mit Mühe möglich war.

So hat die unsere Gemeinde wieder ein Instrument in unserer Kirche, das den verschiedenen Anforderungen in Gottesdienst und Konzert, weitaus besser gerecht werden kann, als das bisher der Fall war.

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